Mediation oder Supervision - was braucht Ihr Team?

Teamentwicklung neu gedacht

Heilbronn -

Kommt es in Organisationen, Unternehmen oder Vereinen zu Streit, nachlassender Zusammenarbeit oder ewigen Diskussionen über die weitere Sacharbeit? Dann wird meist rasch vorgeschlagen, dass man sich vielleicht eine Supervision holen sollte. Diesen Begriff kennt wohl jeder und meist stellt man sich darunter vor, dass jemand von außen kommt, um das Team zu unterstützen, so dass es danach wieder rund läuft. Ganz besonders in pädagogischen oder sozialen Einrichtungen und Organisationen hat die Supervision eine lange Tradition.

Supervision ist sehr bekannt

In einer Supervision geht es darum, vor allem in fachlicher Hinsicht die alltägliche Arbeit eines Einzelnen oder eines Arbeitsteams zu reflektieren und zu verändern. Es handelt sich hierbei also immer auch um eine fachlich beratende Unterstützung, auch wenn in einer Supervision Konflikte mit angeschaut werden. Sie sollte also immer dann in Betracht kommen, wenn das Team fachlich noch unerfahren ist oder in fachlicher Hinsicht wiederholt Fehler gemacht wurden.

Mediation ist eine relativ neue Methode

Geht es jedoch eher darum, dass ein Team in organisatorischer oder zwischenmenschlicher Hinsicht nicht mehr richtig funktioniert,  dann gibt es inzwischen eine andere, meist viel effektivere Methode, um Schwachstellen und lähmende Konflikten aufzudecken und zu beseitigen: die Mediation. Da sie erst in den letzten 10 bis 20 Jahren langsam mehr bekannt und eingesetzt wurde, gibt es bei uns noch immer viele Menschen, die das noch nicht so genau kennen bzw. erlebt haben. Mediation konzentriert sich in erster Linie darauf, Verständigung zwischen den betroffenen Teammitgliedern herzustellen, aufzudecken, was jeder braucht, um gut zusammen arbeiten zu können. Mediation ist keine reine Fachberatung, der Mediator muss kein Fachmann für das Arbeitsgebiet sein, muss also kein Pädagoge sein, um mit einem Kindergartenteam zu arbeiten. Die Teammitglieder haben nämlich meistens eine sehr hohe fachliche Kompetenz. Nur die Zusammenarbeit läuft eben aus den verschiedensten Gründen nicht gut.

Zunächst geht es in der Mediation darum, den Status quo zu verstehen. Welche z.B. organisatorischen Sachthemen gibt es mit welcher Priorität zu besprechen und gibt es Konflikte, die das Team belasten? In den meisten Fällen stellt sich heraus, dass es beides gibt, Sachthemen und zwischenmenschliche Reibungspunkte oder Verwerfungen. Zusätzlich konnte bisher vielleicht vieles nicht über eine geeignete Kommunikation besprochen werden. Konflikte haben nun zunächst Vorrang. Nachdem diese beseitigt sind, können die Sachthemen umso leichter bearbeitet werden. Wenn im nächsten Schritt allen Beteiligten deutlich geworden ist, was ihnen im Hinblick auf Lösungen wichtig ist, suchen sie unter Anleitung des Mediators die für sie passenden Möglichkeiten, etwas zu ändern. Durch einen solchen Prozess wird das Team in seiner Kreativität, Eigenständigkeit und Eigenverantwortung angesprochen und am Ende herrscht meist eine komplett veränderte, ja sogar euphorische Teamstimmung.

Fazit:

Supervision ist angebracht, wenn es nur oder fast nur um fachliche Probleme geht, wenn eine Fachberatung von außen nötig ist.
Mediation sollte zur neuen Ausrichtung des ganzen Teams eingesetzt werden, wenn es organisatorische Schwächen, Konflikte und Spannungen gibt. Sobald sich stärker eskalierte Konflikte abzeichnen, sollte grundsätzlich immer mit Mediation gearbeitet werden.

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